Seite wählen

In der nordwestkleinasiatischen Stadt Kyzikos, in der Nähe der großen Marmorbrüche von Prokonnesos gelegen, muss sich, wie das Reversbild einer unter Septimius Severus geprägten römischen Münze dieser Stadt (Abb. 4) nahe legt, eine Zweiergruppe befunden haben, die sich aus einem tanzenden Satyr und einer ihm zusehenden sitzenden Nymphe zusammensetzte. Leider sind keine weiteren Informationen über den Aufstellungsort, Entstehungszeit oder gar Künstler dieser Gruppe überliefert. Doch dass sich das Münzbild auf eine wichtige und bekannte statuarische Gruppe bezieht, belegt auch eine Reihe von römischen, Satyr und
Nymphenstatuen, die alle offensichtlich das gleiche Vorbild wie das Münzbild wiederholen.

Das detaillierte Dossier können Sie über untenstehenden Download-Button erreichen.

Original

 

Datierung Römische Marmorkopien nach einer
hellenistischen Zweiergruppe aus der
Zeit um 150/30 v.Chr.
Material

Marmor

Herkunft

Satyrstatue SH 1542: angeblich aus Rom
Nymphe SH 731: Herkunft unbekannt

Standort

SH 731: Basel, Antikenmuseum und
Sammlung Ludwig, Inv. Kä 233; SH 732a:
Florenz, Uffizien; SH 732: Paris, Louvre;
SH 1542: verschollen (die 1784 erstmals
nachgewiesene Statue soll an den russischen
Zarenhof verkauft worden sein. Sie
ist jedoch nicht mehr auffindbar und
einzig durch einen 1802 erworbenen
Gipsabguss in Göttingen überliefert, der
unserem Abguss als Vorlage diente).

Höhe

87 cm (Nymphe SH 731); 140 cm (Satyr
SH 1542)

 

Abguss

 

Herkunft Abgusswerkstatt der Skulpturhalle (1964);
Göttingen, Archäologisches Institut der
Universität (1991)
Inv.-Nr.

64-27 / SH 732; 64-28 / 732a; 64-70 / 731;
91-19 / SH 1542

Material

Gips, teils patiniert