Die ursprünglich sechsfigurige Votivgruppe hat der Bildhauer Geneleos um 560 v. Chr. im Auftrag eines Adeligen für das Heraheiligtum auf Samos gearbeitet. Eine der sechs Figuren – nämlich die zweite von rechts – kam wohl schon vor dem ersten Weltkrieg nach
Berlin, die übrigen befinden sich auf Samos, wo sie – mit dem Abguss der Berliner Statue zusammen – auf der ursprünglichen Basis im Museum von Vathy ausgestellt sind. Die vorhandenen Teile der Gruppe und die Basis wurden 1986 im Auftrag des Deutschen
Archäologischen Instituts abgeformt und im Abguss am ursprünglichen Ort im Heraion aufgestellt. Die Geneleos-Gruppe ist die einzige mit der Basis zusammen erhaltene Gruppe aus der griechischen Frühzeit. Leider sind die Figuren allesamt unvollständig erhalten. Aber aus dem Erhaltenen und den Beischriften geht eindeutig hervor, dass die Gruppe ursprünglich eine sechsfigurige Familie darstellte: links aussen sitzt die Mutter Phileia, von der nur der Unterkörper vorhanden ist, und ganz rechts lagert der heute kopflose Vater und Stifter (Philarches?).
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Original
| Datierung | Um 560 v. Chr. Werk des Bildhauers Geneleos |
| Material |
Marmor (Figuren) und lokaler poröser |
| Herkunft |
Heraion von Samos |
| Standort |
Samos, Vathy-Museum; Berlin, |
| Höhe |
595 cm |
Abguss
| Herkunft | Werkstatt des Restaurators Vito Castellarin, San Giovanni di Casarsa (Pondernone/Italien) |
| Inv.-Nr. |
87-22; 89-26; 89-27 (SH 1458) |
| Material |
Gips, patiniert |