Eine der wichtigsten Leistungen der hochhellenistischen Kunst war die Steigerung des Stils und Ausdrucks zum Pathos hin und die Belebung der Komposition durch in verschiedene Richtungen ausgehenden Bewegungslinien. Es gibt wohl kein sprechenderes Beispiel dafür als die grosse Gallier- bzw. Galatergruppe, ein Meisterwerk der pergamenischen Kunst. Unter der Königsherrschaft der Attaliden in der zweiten Hälfte des 3. und der ersten Hälfte des 2. Jhs. v. Chr. erlebte die kleinasiatische Küstenstadt Pergamon nicht nur bedeutenden machtpolitischen Zuwachs, sondern auch eine kulturelle Glanzzeit, die in ihrer Ausstrahlkraft ebenso stilbestimmend für die gesamte hellenistische Kunst war, wie es Athen zur Zeit des
Perikles für das gesamte klassische Griechenland war.
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Original
| Datierung | Römische Marmorkopien des 1. Jhs. v. Chr. (?) nach einem hellenistischen Original um 225 v. Chr. |
| Material |
Dokimeischer(?) Marmor |
| Standort |
Rom, Museo Capitolino, Inv. Nr. 747 und |
| Höhe |
93 cm und 211 cm |
Abguss
| Herkunft |
Abgusswerkstatt des Louvre |
| Inv.-Nr. |
1909-1; SH 241 / 2002-7; 1686 |
| Material |
Gips |