Die Basler Skulpturhalle besitzt mit den drei Rekonstruktionen der
berühmten hellenistischen Gruppe des Achill und der Amazonenkönigin Penthesilea eine bedeutende Einmaligkeit: Es gibt kein anderes Museum auf der Welt, das diese statuarische Gruppe in rundplastischer Form überliefern würde, denn das zugrundeliegende Werk, eine Schöpfung des 2. Jhs. v. Chr. ist im Original längstens verschollen und auch die römischen Marmorkopien – mindestens 4 rundplastische Repliken lassen sich nachweisen – haben nur in Trümmern überlebt. Diese römischen Fragmente befinden sich in acht verschiedenen Museen. Zwischen 1962 und 1972 hat
der frühere Direktor des Antikenmuseums und der Skulpturhalle, Ernst Berger, mit Hilfe des Bildhauers Willi Walter diese Gruppe in drei voneinander nur in Details der Armhaltung der Amazone abweichenden Gipsrekonstruktionen wiedererstehen lassen. Die Rekonstruktionen untermalen aufs Schönste den Vorteil des Mediums ‹Abguss›; mit Gips- bzw. Kunststoffabgüssen kann man in der Skulpturforschung wesentlich mehr realisieren als mit den entsprechenden Originalen selbst, denn die originalen Fragmente
werden in den jeweiligen Sammlungen immer in ihrem fragmentarischen d. h. unvollständigen Zustand verbleiben.
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Original
| Datierung | um 160 v. Chr. |
| Material |
Bronze (?) im Fall des griechischen |
| Herkunft |
diverse Fundorte |
| Standort |
diverse Museen |
| Höhe |
|
Abguss
| Herkunft | Abgusswerkstatt der Skulpturhalle: Rekonstruktion von Ernst Berger und B Bildhauer Willi Walter (1962–1972) |
| Inv.-Nr. |
SH 1135 |
| Material |
Gips, patiniert |